Bayerischer Wald 2: Scheuereck - Frauenau - Riedlhütte - Freying - Finsterau - Waldkirchen
Montag, 15.09.2025: Scheuereck - Frauenau - Riedlhütte SP (alt 733 m): 55 km - erst kalt und Regen, nachmittags schön und 22ºC
Heute haben wir ziemlich lange geschlafen und sind erst gegen 10:30 Uhr nach Frauenau aufgebrochen. Dort konnten wir zumindest den Garten des Glasmuseums besichtigen – sehr interessant und zudem kostenlos. Das Museum selbst ist montags leider geschlossen.
Anschließend fuhren wir nach Riedlhütte zum Stellplatz in der Nähe der Tourist-Info. Dort bekamen wir auch die Gästekarte, mit der wir Bus und Bahn kostenlos nutzen können und verschiedene Ermäßigungen im Nationalpark Bayerischer Wald erhalten.
Am Nachmittag ging es zum Baumwipfelpfad in Neuschönau, beim Nationalparkzentrum Lusen am Eisenmann-Haus. Eigentlich wollten wir den Bus 603 nehmen, der ist aber 2 Minuten zu früh losgefahren, so dass wir dann doch mit unserem Kleini dahingefahren sind.
Wir spazierten die 1,3 km lange Strecke durch die Baumwipfel, bis zu 25 m über dem Boden, und stiegen zum Highlight auf: den 44 m hohen Aussichtsturm, von dem man bei klarer Sicht sogar die Alpen erkennen kann. Spannend zu wissen: Es war der erste Baumwipfelpfad weltweit (2009 eröffnet).
Danach machten wir noch einen Abstecher ins Tier-Freigelände. Der Rundweg ist etwa 7 km lang, wir haben ihn etwas abgekürzt – und hatten das große Glück, tatsächlich einen Luchs zu sehen! 🐾
48.90646ºN, 13.38083ºE
Dienstag, 16.09.2025: Riedlhütte SP - Freying (alt 670 m): 47 km - teils regnerisch, meist bewölkt 18ºC
Unser Tag begann am Parkplatz Diensthüttenstraße, Sankt Oswald-Riedlhütte, wo wir uns zu einer Ranger-geführten Wanderung und 10:30 Uhr angemeldet hatten. Sandra führte uns durch die Natur und erzählte Details über die Flora und Fauna. Zufälligerweise führte uns ihr Weg genau durch einen Teil der Rundwanderung Kreuzotter – Durch das Hochmoor Klosterfilz, die wir ursprünglich von unserem Stellplatz in Riedlhütte aus geplant hatten. Nach etwa zwei Stunden kehrten wir zurück. Leider habee ich nur 1/5 verstanden, da es voll auf bayerisch erklärt war 🥺. Ich brauche ein Translator Bayerisch -> Hochdeutsch. Wenn es so etwas gibt, bitte Bescheid geben.
Nach einer kleinen Stärkung zu Hause fuhren wir am Nachmittag nach Freyung und stellten uns auf dem SP Freyung Solla P2 (alt 670 m) ein. Volker brachte mich anschließend zur Oasen-Sauna, wo ich vier wunderbare Stunden verbrachte. Der Dienstag ist Damentag, und für 18€ den ganzen Tag konnte ich die kleine, aber neue Sauna in vollen Zügen genießen. Besonders die Aufgüsse von Helena, begleitet von stimmungsvoller Musik, machten den Besuch zu einem echten Highlight. Da die Sauna neu ist, und Damentag ist, bekamen wir einen Drink kostenlos. 48.8011°N, 13.5408°E
Mittwoch, 17.09.2025: Freying - Finsterau - Waldkirchen - (alt 642 m): 62 km - kalt bewölkt 13ºC in Finsterau, 18ºC in Waldkirchen
Heute führte uns die Fahrt zunächst zum Parkplatz am Schwarzbach, ganz in der Nähe des Freilichtmuseums Finsterau. Von hier aus startete Volker seine Tour hinauf zum Lusen – eine wunderschöne Wanderung durch die abwechslungsreiche Landschaft des Bayerischen Waldes. Nach rund 4 Stunden, 15,6 Kilometern und 560 Höhenmetern war er zurück – beeindruckt von den Ausblicken und der Ruhe dieser besonderen Strecke. Interessant war, dass vom Schwarzbach-Parkplatz aus kaum jemand Richtung Lusen unterwegs war. Die meisten Wanderer wählen den bekannteren Anstieg über die Himmelsleiter.
Zur Stärkung ging es anschließend ins Museumswirtshaus D’Ehrn im Freilichtmuseum Finsterau. Wir kamen dort um 15:25 Uhr an, warme Küche gibt es nur bis 15:30 Uhr. Mit einem kostenlosen 0-€-Ticket gelangt man ins Gelände, wenn man ausschließlich das Wirtshaus besuchen möchte. Ich habe dort zwei dicke Spinatknödel mit Käse und viel Butter genossen – ein bodenständiges Gericht, das einfach großartig geschmeckt hat! Danach haben Volker und ich noch einen Topfenstrudel mit Heuber (Heidelbeeren oder Blaubeeren) genossen, wir essen nie wieder!
Am Nachmittag setzten wir unsere Reise nach Waldkirchen fort, wo wir uns auf dem Stellplatz beim Karoli-Badepark für die Nacht eingerichtet haben. Für 16 € pro Nacht inklusive Entsorgung (Strom: 0,50 €/kWh) bekommt man hier einen wirklich angenehmen Platz. Ruhig gelegen, mit allem, was man braucht. Morgen erkundigen wir Waldkirchen.
48.7226ºN, 13.6027ºE
Donnerstag, 18.09.2025: Waldkirchen Karoli Badepark SP - Waldkirchen Camping Resort Bayerwald - (alt 630 m): 4 km - kalt vormittag, warm und absolut sonnig nachmittags 25ºC
Während Volker sich auf die Wanderung zur Saußbachklamm machte, schlenderte ich später auf eigene Faust durch die Altstadt. Dort haben wir uns schließlich bei M&P getroffen – und ich konnte nicht widerstehen, ein paar wirklich schöne neue Kleidungsstücke mitzunehmen. Die freundlichen Verkäuferinnen gaben uns außerdem noch ein paar wertvolle Tipps: den Campingplatz in der Nähe sowie das Restaurant Sepp, das sich dort befindet, das auch von der Tourist-Info wärmstens empfohlen wurde, sollten wir unbedingt besuchen.
Zum Mittagessen kehrten wir beim Metzger Meindl ein, wo Volker sich eine riesige Portion Schweineleber schmecken ließ. Anschließend spazierten wir zurück hoch zum Stellplatz am Karoli-Badepark, wo wir erstmal eine erfrischende Dusche genossen. Dann ging es dann weiter zum Camping Resort Bayerwald, wo wir uns für erst für eine Nächt einquartierten.
Der Abend war herrlich: Wir saßen noch lange draußen, haben gespielt und die Wärme genossen – bis es schließlich spürbar kühler wurde und wir den Tag zufrieden ausklingen ließen. 19 € pro Nacht, Strom 0,80 €/kWh. 48.7144ºN, 13.6297ºE
Freitag, 19.09.2025: Waldkirchen Camping Resort Bayerwald SP - kalt vormittag, warm und absolut sonnig nachmittags 25ºC
Es gefällt uns hier so gut, dass wir kurzerhand beschlossen haben, noch eine Nacht zu bleiben. Auf dem Stellplatz darf man zwar höchstens zwei Nächte bleiben – perfekt, um den Aufenthalt noch ein wenig zu genießen.
Volker ist heute früh um 8:53 Uhr mit dem Bus zum Parkplatz Dreisessel gefahren und hat von dort eine ausgedehnte Wanderung zum Blöckensteinsee unternommen (18,6 km, 660 Höhenmeter – ganz schön anspruchsvoll!). Unterwegs hat er sogar gleich drei Ländergrenzen überquert. Um 16:07 Uhr war er zufrieden, aber müde, wieder zurück.
Ich selbst habe mich aufs Fahrrad geschwungen und bin nach Waldkirchen geradelt. Dort habe ich das Museum Goldener Steig besucht – dank unserer Gästekarte war der Eintritt kostenlos. Das Museum erzählt spannend von der Geschichte des Salzhandels auf dem alten Handelsweg „Goldener Steig“ und gibt Einblicke in das Leben, Arbeiten und Handeln der Menschen in dieser Region.
Nach dem Museumsbesuch habe ich mir bei Tiziano ein leckeres Eis gegönnt, bevor ich auf dem Rückweg noch bei Netto vorbeischaute und so viele Einkäufe in meinen Rucksack packte, wie nur hineinpassen wollten.
Am Abend haben wir uns dann im Camping-Restaurant „Zum Sepp“ kulinarisch verwöhnen lassen. Ich hatte die smoked Rinder-Spareribs – einfach unglaublich lecker! Die Portionen sind großzügig, wir waren pappsatt, und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist wirklich top.
Turm am Baumwipfelpfad beim Nationalparkzentrum Lusen am Eisenmann-Haus
Sandra erklärt uns die verschiedenen Regionen des Nationalparks
Im Stadtpark von Waldkirchen musste die Rutsche dort ausprobiert werden. Kaum zu glauben, dass dieses Gelände einmal eine große Bühne für eine Landesgartenschau war.
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